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Paid Content-Angebote deutscher Zeitungen

Datum: 15.08.2016 | Autor: Alexander Kiszelya

Laut BDZV haben 120 Zeitungen eine Bezahlschranke im Netz eingeführt, 67 setzen auf ein Freemium Modell. Dabei bleibt ein Teil der Artikel kostenfrei, während

Laut BDZV haben 120 Zeitungen eine Bezahlschranke im Netz eingeführt, 67 setzen auf ein Freemium Modell. Dabei bleibt ein Teil der Artikel kostenfrei, während der Rest des Online-Angebotes nur nach Erwerb eines Tagespasses oder Abos zugänglich wird (Beispiel: BILDplus).

45 Zeitungen setzen das Metered Model ein (Beispiel: DIE WELT). Hier hat der Leser monatlich freien Zugang zu maximal 20 Artikeln. Ist dieses Kontingent erschöpft, muss er bis zum nächsten Monat warten oder ein Abo abschließen.

Darüber hinaus wird die harte Bezahlschranke eingesetzt. Hier wird das komplette Online-Angebot kostenpflichtig. Dafür haben sich sechs Zeitungen entschieden.

Einen Sonderweg haben die TAZ und das Neue Deutschland gewählt: Sie stellen es ihren Lesern frei, ob sie für einen Artikel etwas bezahlen wollen oder nicht.

Die Bezahlmodelle im Überblick:
Harte Bezahlschranke: Zahlende Abonnenten können das Online-Angebot nutzen, für alle anderen ist es nicht zugänglich.

Freemium: Es sind die Inhalte bezahlpflichtig, für die Nutzer ¬ aus Sicht des Verlags ¬ bereit sind, zu zahlen.

Metered Model: Der Nutzer hat kostenlosen Zugang zu einer bestimmten Anzahl eigentlich kostenpflichtiger Inhalte. Er kann sich dementsprechend von der Content-Qualität und den Themen überzeugen. Nach Ausschöpfung des Kontingents wird zumeist zur kostenfreien Registrierung aufgerufen, die ein zusätzliches Freikontingent beinhaltet. Erst wenn der Nutzer auch die Anzahl dieser erlaubten Aufrufe überschreitet, wird er zum Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements aufgefordert.

Spenden-Modell/Freiwillige Bezahlung: Der Nutzer entscheidet, ob und in welcher Höhe er für die Inhalte bezahlen möchte.